Betreff: Feelgoodmanager
Neulich waren wir für ein paar Tage an der Ostsee, in einer Hotelanlage, die auf dem Gelände eines alten Gutes entstanden ist. So etwas interessiert Herrchen immer, also wurde sogar er reiselustig. Gleich neben der Rezeption hängen Porträtfotos vom Management des Hauses an der Wand, dabei auch ein Hund, der als Feelgoodmanager fungiert. Oder vielleicht fungierte, wir jedenfalls bekamen ihn nicht zu Gesicht, die Fotos hängen dort bestimmt schon eine Weile. Ich fand das Foto vom Hund aber so anregend, dass ich mir dachte, für die kurze Zeit unseres Aufenthaltes den Feelgoodmanager zu übernehmen, ehrenamtlich, versteht sich. Hunde können so viele Aufgaben haben, manche hüten, manche jagen, manche führen Blinde oder helfen bei der Suche von Menschen. Mir wäre all das viel zu anstrengend, und wenn ich dann dabei womöglich auch noch draußen wohnen müsste und schmutzig würde – um Himmels Willen. Management aber ist gut, warm, sauber, normalerweise gut bezahlt und nicht überanstrengend...