Betreff: Käuzchenkuhle
In dem uralten Kinderbuch „Käuzchenkuhle“ von Horst Beseler stirbt ein kleiner Hund. Dem Unglücksfall folgt ein Wortwechsel jener, die zusehen mussten, wie der Hund unter ein Auto kam. Einer sagt: „Ein Hund kann ein besserer Kamerad sein als alle anderen.“ Ein anderer daraufhin: „Ein Hund ist ein Hund.“ Ich weiß nicht, weshalb Herrchen an dieser nebensächlichen Romanszene hängengeblieben ist wie die Märchenfiguren an der goldenen Gans. Vielleicht liegt es daran, dass er beim Thema Hunde zum Renegaten wurde. Und Renegaten sind die allerschlimmsten, weil sie auf einmal fanatisch verteidigen, was sie früher verteufelten. Oder um den berühmtesten Vers zu diesem Thema („Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche“) etwas bösartig zu variieren: Der dickste Freund der Köter war einst Hunde-Töter. Nun ja, ein Töter war Herrchen nicht, das sage ich nur wegen des Reims. Aber Herrchen war Hunde-Kritiker, seit er von einem Hund anlasslos in den Hintern gebissen worden war....